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Kurzarbeit für Weiterbildung nutzen

Fast 40 Prozent der Betriebe in Ansbach-Weißenburg haben Kurzarbeit angezeigt. Das bedeutet, dass viele Beschäftigte derzeit nicht oder nur verkürzt arbeiten.


Diese zeitlichen Spielräume lassen sich sinnvoll für Qualifizierungen nutzen. Denn mit Blick auf die technische und digitale Entwicklung sind Arbeitgeber nach wie vor gefordert, sich und ihre Mitarbeitenden zukunftsfähig aufzustellen.

Das Qualifizierungschancengesetz hat 2019 attraktive Möglichkeiten zur Förderung der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten geschaffen. Im neuen „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ hat die Bundesregierung die Bedingungen nochmals verbessert. 

Die Agentur für Arbeit kann die Weiterbildung von Beschäftigten durch die Übernahme der Weiterbildungskosten und einen Arbeitsentgeltzuschuss unterstützen, wenn verschiedene Bedingungen erfüllt sind. Was und wie hoch gefördert wird, hängt von verschiedenen Faktoren wie Betriebsgröße, Vorbildung und Alter der Arbeitnehmer und der Art der Qualifizierung ab. 

In der Kombination mit dem Bezug von Kurzarbeitergeld sind verschiedene Varianten denkbar:

  • Variante 1: Weiterbildung ausschließlich an Tagen mit Bezug von Kurzarbeitergeld
  • Variante 2: Weiterbildung während der Kurzarbeit nur an Arbeitstagen ohne Bezug von Kurzarbeitergeld
  • Variante 3: Kombination aus Variante 1 und 2, das heißt Weiterbildung an Tagen mit und ohne Bezug von Kurzarbeitergeld

Wenn alle sonstigen Voraussetzungen passen, kann die Agentur für Arbeit die Weiterbildungskosten bei allen drei Varianten zumindest teilweise übernehmen. Arbeitsentgeltzuschuss ist möglich an Tagen ohne Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

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