Aktuelles aus Kulmbach

DVR erneuert Standpunkt "Null Promille"

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat seine Forderung nach einem absoluten Alkoholverbot am Steuer erneuert. Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht, so der Appell des DVR.


Alkohol am Steuer ist nach wie vor eine Hauptursache für Verkehrsunfälle. "Auch wenn die Zahl der alkoholbedingten Unfälle insgesamt rückläufig ist, sie sind besonders folgenschwer: 7,4 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten sind 2015 aufgrund eines Alkoholunfalls ums Leben gekommen, das ist fast jeder 14. Unfalltote", so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Christian Kellner.


Alkoholunfälle werden meist am Wochenende und nachts verursacht. Während nur 7,8 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr gezählt wurden, passiert fast die Hälfte der Alkoholunfälle (43 Prozent) in diesem Zeitraum. Dabei fallen Frauen deutlich seltener durch Alkohol am Steuer auf als Männer. Ihr Anteil an den alkoholbedingten Unfällen liegt bei lediglich 14,8 Prozent.


Der DVR macht sich seit Jahren für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer stark. Mit der Umsetzung eines Alkoholverbotes bestehe die Chance, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu senken. Zudem stoße die Forderung nach einem Alkoholverbot auf eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Bei einer vom DVR in Auftrag gegebenen Befragung sprachen sich 59 Prozent dafür aus.


Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit aus. Die Gefahrenschwelle beginnt bereits bei 0,2 bis 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration. Der Gesetzgeber hat den Gefahrengrenzwert für die relative Fahruntüchtigkeit auf 0,5 Promille festgelegt. Bei diesem Wert ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, bereits doppelt so hoch wie in nüchternem Zustand. Der Grenzwert für die absolute Fahruntüchtigkeit liegt bei 1,1 Promille, das Unfallrisiko ist hier zehnmal so hoch.


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