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Landwirtschaftliche Lohnunternehmen benötigen GüKG-Genehmigung

Nach dem Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) ist der gewerbliche Güterkraftverkehr die geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen einschließlich Anhänger mit mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Für Land- und Forstwirte....


Nach dem Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) ist der gewerbliche Güterkraftverkehr die geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen einschließlich Anhänger mit mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Für Land- und Forstwirte bestehen Ausnahmen laut § 2 Absatz 1 Nr. 7 GüKG.

Diese dürfen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben übliche Beförderungen durchführen, wenn sie mit land- und forstwirtschaftlichen Bedarfsgütern oder Erzeugnissen (Mais, Getreide) für eigene Zwecke oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe unterwegs sind.

Fährt der Land- oder Forstwirt jedoch wie ein Dienstleister gegen Entgelt, kann nur die Ausnahme nach § 2 Absatz 1 Nr. b), bb) GüKG in Betracht kommen. Danach müsste der Transport im Rahmen eines Maschinenringes oder eines vergleichbaren wirtschaftlichen Zusammenschlusses innerhalb eines Umkreises von 75 km Luftlinie erfolgen. Zugleich muss es sich dabei um steuerbefreite Fahrzeuge handeln.

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe benötigen außerhalb dieser Ausnahmen eine Güterkraftverkehrserlaubnis. Um diese zu erhalten ist neben weiteren Voraussetzungen u.a. auch ein Verkehrsleiter im Unternehmen erforderlich, der seine fachliche Eignung durch eine Prüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer bescheinigt.

Vorbereitungslehrgänge für diese Sach- und Fachkundeprüfung bieten die Verkehrsakademien an allen Standorten an.


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