Aktuelles aus Chemnitz

Flüchtlinge als Fachkräfte für Speditionen und Transportunternehmen

Kraftfahrer werden in Deutschland gesucht und unzählige Stellen bleiben unbesetzt. Viele Flüchtlinge waren in ihren Herkunftsländern bereits als Fahrer oder Arbeiter in Transportunternehmen tätig. Diese bestehenden Erfahrungen versucht die Verkehrsinstitut Chemnitz GmbH gemeinsam mit den ansässigen Jobcentern zu verbinden sowie zu nutzen und die Integration von Flüchtlingen zu fördern...


Durch gemeinsame Informationsveranstaltungen, begleitet durch einen Dolmetscher, werden den Flüchtlingen in einem ersten Schritt das Berufsbild, Tätigkeitsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten erläutert.

Im zweiten Schritt durchlaufen die Flüchtlinge eine Eignungsfeststellung und ein „Schnupperpraktikum“ bei potentiellen zukünftigen Arbeitgebern der Region. Dabei werden Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erörtert. Im Praktikum können sich die Flüchtlinge gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmen ungezwungen einen Überblick über die jeweiligen Aufgaben in den Unternehmen verschaffen. 

Im Anschluss beginnt für die Teilnehmer eine 6-monatige Ausbildung im Rahmen der „Teilqualifikation zum Berufskraftfahrer“. Die Teilqualifikation ist eine Ableitung von Kompetenzen aus dem Ausbildungsberuf Berufskraftfahrer und beinhaltet alle wichtigen Ausbildungen, angefangen vom Erwerb des Führerscheines, über die beschleunigte Grundqualifikation als Berechtigung für den gewerblichen Einsatz, bis hin zur Gefahrgut- und Gabelstaplerausbildung. Somit kann ein erfolgreicher Einstieg in den Arbeitsmarkt geschaffen werden. 

Gemeinsam konnten die Verkehrsinstitut Chemnitz GmbH und die Jobcenter bisher 13 Teilnehmer aus den verschiedensten Herkunftsländern, z. B. Syrien, Tunesien, Iran ausbilden und bisher 8 davon erfolgreich in Arbeit bringen. Weitere Kurse laufen bereits oder sind in Vorbereitung. Eine der größten Hürden für beide Seiten ist die Sprache, da auch der Großteil der Prüfungen im Rahmen der Ausbildung auf Deutsch abgelegt wird. Um dem erfolgreich zu begegnen hat sich die Verkehrsinstitut Chemnitz GmbH einen ehemaligen syrischen Teilnehmer als Dozenten sichern können. Dieser wird in laufenden Kursen eingesetzt, um die Sprachbarriere zu überwinden und zu erleichtern. Das ist Integration.


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